Es wäre ja zu einfach gewesen, in 20 Stunden nach Dalles zu fliegen, wie es der Flugplan ursprünglich vorsah. Naja, zumindest bis Düsseldorf verlief alles reibungslos und nach dem wir von dort zu unserem Transalantik Flug gestartet waren sind wir auch noch gut bis zur Nordsee gekommen... Aber dann stellte man Geräusche im Laderaum fest. Um kein Risiko einzugehen flogen wir nach längerem Kreisen über der Nordsee, bei dem wertvoller Treibstoff im wahrsten Sinne des Wortes rausgeblasen wurde, zurück und erreichten 2 Stunden nach Abflug in Düsseldorf Frankfurt. Uns wurde ein großes Aufgebot an Feuerwehr geboten
Ich gebe ja zu, dass ich das anfangs ganz gut fand, denn somit wurde mein unfreiwilliger 6,5 Stunden Aufenthalt in Chicago etwas verkürzt (die Fluggesellschaft hatte vor ein paar Wochen meinen ursprünglichen Weiterflug gestrichen, wodurch mein Aufenthalt so lang wurde)… Wir erreichten Chicago dann nach reichlich 9 Stunden Flug mit 4 Stunden Verspätung. Obwohl die Zeit fürs Umsteigen schon knapp geworden war, musste ich mir im Gegensatz zum großen Rest der Mitflegenden noch keine Gedanken zum Weiterflug machen – bis wir erfuhren, dass wir aufgrund des Schneefalls noch 40 Minuten auf dem Rollfeld warten müssten, bis entlich ein Gate für unser Flugzeug frei würde. Aus den 40 Minuten wurden 2,5 Stunden und mein Flieger war somit weg. Nachdem ich entlich das "heilige" Land bereten durfte wartete also eine nette Nacht auf dem Flughafen von Chicago auf mich – die beste Möglichkeit um nach 48 Stunden fast ohne Schlaf mal richtig entspannt schlafen zu können… Da Schnee höhere Gewalt ist, gab es wie zu erwarten war kein Hotel.
Um noch etwas zu erleben fuhr ich mit der Bahn Downtown – faziniert war ich schon, doch ehrlich gesagt hat mich die Stadt, gefüllt mit Pennern und ich allein mit meinem kompletten Reiseutensilien nicht so angemacht, und um mich nicht irgendwelchen unangenehmen Konfrontationen in dieser Situationen auszusetzen fuhr ich relativ schnell wieder zum Flughafen zurück.
Der einzige Trost in der Öde des Flughafens, ein freier Hotspot, um ins Internet zu kommen wurde mir nicht erfüllt, obwohl ich das gesamte Flughafenareal absuchte…
Also gönnte ich mir noch 2 Stunden schlechten Schlaf und wachte neben einem Penner auf, der sich während meiner geistigen Abwesenheit wohl unbedingt neben mich quetschen haben musste… Das Frühstück bei McDonalds erfüllte letztendlich auch nicht das, was ich mir von der USA erhoffte.
Was soll man sagen – man schlägt sich mehrere Nächte ohne Schlaf um die Ohren und bekommt dafür nichts geboten...
1 Kommentar:
Ohje..
Enttäuschung pur oder?
Ich hoff du konntest Dich nach dem "Flug" (nennen wir es mal so) noch ein bissel erholn? Is ja echt scheußlich wenn einem sowas passiert -.-
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